Bewohnerwäsche als
Herausforderung
Die Anforderungen, die Bewohnerwäsche an die Logistik
einer Wäscherei stellt, sind immens. Die Wäscherei muß nicht nur jedes einzelne
Teil waschen und pflegen, sondern auch noch dem einzelnen Bewohner (evtl. noch
seiner Station und/oder seinem Wohnbereich) zuordnen können. Zudem muß die
Wäscherei im Zweifel auch noch der Einrichtung, dem Bewohner oder seinen
Angehörigen dokumentieren wann das einzelne Kleidungsstück angeliefert,
gewaschen und wieder ausgeliefert wurde.
Warum ist die Pflege von Bewohnerwäsche so kompliziert?
- Die Anzahl der Textilien und Fluktuation
Zuerst sollte man sich die schiere Anzahl der Textilien vor Augen führen: In
einer mittelgroßen Einrichtung mit 100 Bewohnern und durchschnittlich 250
Kleidungsstücken pro Bewohner sind 25.000 Kleidungsstücke im Umlauf. Eine
mittelständische Wäscherei kann dabei durchaus auch einmal 40 Heime bedienen,
muß also über 1 Million einzelne Textilien nachverfolgen und auseinander halten
können. Dazu kommt auch eine gewisse Fluktuation im Bestand, denn
Bewohner kommen neu dazu, ziehen aber auch wieder aus. Zudem bekommen Bewohner
auch regelmäßig neue Kleidungsstücke und mustern alte aus.
- Kennzeichnung notwendig
Diese Mengen an textilien machen eine individuelle Kennzeichnung und
computergestützte Bearbeitung unverzichtbar. Lesen Sie hier welche Arten von
Kennzeichnungen gebräuchlich sind. Eine Kennzeichnung ist in der Regel
permanent und hinterläßt beim Entfernen Spuren.
- Bearbeitung in der Wäscherei
Wie eingangs schon erwähnt muß die persönliche
Wäsche im Eingang registriert und sortiert werden. Dazu ist das Öffnen des
Wäschesacks unumgänglich, denn die Textilien werden zumeist mit einem Barcode
ausgestattet und müssen deswegen einzeln eingescannt werden. Besonders problematisch ist der starke Verschmutzungsgrad der Wäsche. Dieser führt zum einen oft
dazu, daß sich Kleidungsstücke gegenseitig verschmutzen, zum anderen ist ein erweiterter Schutz der
Mitarbeiter in der Wäscherei notwendig. Eine kleine Vereinfachung ist es wenn
die Leibwäsche zusammen mit der Stationswäsche gesammelt und gewaschen (also
nicht vorsortiert, sonder direkt gewaschen wird) und nur im Ausgang registriert
wird.